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Hextech Havoc - An Arcane Story

Nach erfolgreichen Verbrechen gilt es, die Beute zu versilbern und das Silber zu verprassen. Genau das machen die Dirty Paws, bis auf wenige besonders schicke Stücke Hextech, die sie selbst beanspruchen. Zwei Pistolen, Dolche, ein Hammer – was man eben so braucht.

Doch für Verbrecher gibt es keine Rast: Schon bald läuten die Warnglocken, was bedeutet, dass die Straßenkids eine Bedrohung für die Gang ausgemacht haben. Bantam schaut aus dem Baumhaus und sieht zwei Gestalten, die höflich unten warten. Teuer gekleidete Gestalten, eine Frau und ein Mann, beide offensichtlich aus Piltover. Sie bitten höflich um Einlass, den Bantam nach Rücksprache mit dem Rest gewährt.

Upstairs, Downstairs

Drinnen stellen sie sich als Abgesandte von Haus Medarda vor, die gekommen sind, um über die Gefälligkeiten zu sprechen, die nach dem Absturz des Luftschiffs angekündigt wurden. Doch es läuft anders als die Dirty Paws es erhofft hatten. Die Frau, eine Anwältin namens Helena, bietet einen zugegebenermaßen gut bezahlten Auftrag an, mit dem Hinweis auf zukünftige lukrative Kooperationen. Die Gang soll den Angreifer aus dem Luftschiff aufspüren und unschädlich machen, da befürchtet wird, dass er den Absturz überlebt hat.

Das schmeckt nicht allen, denn für Geld arbeiten ist so eine Sache für die Dirty Paws. Doch die angebotene Summe ist beträchtlich, und in den Gunsten eine der mächtigsten Familien von Piltover zu stehen, dürfte sich lohnen. Also schlagen sie ein. Nur um zu erfahren, dass der Begleiter der Frau sich ihnen anschließen wird. Sein Name ist Watcher, und er soll einen Blick darauf haben, dass die Interessen der Medardas gewahrt werden.

So ganz zufrieden sind sie mit diesem Arrangement nicht. Vor allem, da sich Watcher als Snob herausstellt, den allein der süße Chemtech-Geruch von Zaun schon in der Nase juckt. Dennoch brechen sie schließlich gemeinsam auf – Richtung Piltover, Undercover in der besten Kleidung, die sie besitzen.

Wein muss atmen

Da Watcher sich in Piltover weitaus besser auskennt, vertrauen sie auf seine Ortskenntnis und lassen sich zu einer kleinen Weinbar führen. Dort lernen sie in kurzer Zeit sehr viel – wenig über Luftschiffe, aber sehr viel über teuren Wein und dessen Gier nach Sauerstoff. Nur mit Mühe gelingt es Watcher, sie von kleinen Nebenbeiverbrechen abzuhalten. Aber zum Glück ist da Luiz, ein Luftschiffkapitän, der vielleicht Informationen hat.

Tatsächlich haben sich seit dem Absturz Gerüchte verbreitet. Von Anschlägen und Monstern ist die Rede. Eine Kollegin von Luiz hat angeblich sogar etwas mit eigenen Augen beobachtet: Eine dunkle Gestalt, die kurz vor dem Aufprall von Bord sprang und wie auf Fledermausflügeln in die Dunkelheit von Zaun verschwand. Das würde bedeutet, dass dieses Wesen tatsächlich überlebt hat, und wohl noch eine Bedrohung darstellt.

Die ganze Zeit macht sich Watcher Notizen, und als die Gang es schafft, einen Blick darauf zu erhaschen, ist sie entsetzt: Ihre große Anstrengung wird nicht gewürdigt! Im Gegenteil, sein Urteil fällt extrem negativ aus. Kurz werden Repressalien diskutiert, doch kühlere Köpfe behalten die Oberhand.

Des einen Schrott ist des anderen Schatz

Also geht es zurück hinab nach Zaun, und dort in die Schrottberge, wo auch die Hextech-Kisten gelandet sind. Mit der allseits bekannten Diplomatie fragen sich die Dirty Paws bei den Schrottsammlern durch – Pistole an den Kopf! Schließlich hören sie von dem Schatten, der aus dem Himmel fiel und schrecklich brüllte. Sie folgen den Hinweisen bis zu einem Krater, wo Bantam nach einigen Problemen eine Spur findet: Eine seltsame, grün-fluoreszierende Substanz! Als Ava sie sichern will, stürzt sie in einen Krater, aber Bantams Brustmuskeln retten sie …

Mit ein wenig der Substanz zieht sich die Gang zurück, und untersucht sie in Nekos Labor. Währenddessen geht Watcher unter die Dusche, was die Gang nutzt, um seine Notizen aufzubessern. Zunächst wehrt sich die Substanz gegen jede Klassifizierung, doch als Neko sie berührt, altert ihre Pfote mit einem Mal! Und da versteht sie: Es ist kein weltliches Material, sondern etwas nekromantisches, eine Art konzentriertes Unleben. Spooky!

Das gibt dem Feind eine ganz neue Dringlichkeit. Zum Glück hatten die Schrottsammler mitbekommen, in welche Richtung der Schatten verschwunden ist, nämlich tiefer in die alten, verlassen Bereiche von Zaun. Die Orte, die nach dem Sturz aufgegeben wurden, dunkel und leer, Zeugnisse vergangener Größe und großen Schmerzes.

Brandbomben!

Mit schwerer Ausrüstung machen die Dirty Paws samt Watcher auf und folgen der Spur des Wesens. Sie führt sie tief in die Finsternis, bis sie schließlich einen tiefen Canyon erreichen, der einen lange vergessenen Friedhof verbirgt. Hier und dort leuchtet es kränklich grün – und als sie vorsichtig vordringen, finden sie zerstörte Gräber. Von innen zerstört. Kaum erkennen sie das, sehen sie auch schon Gestalten in der Dunkelheit: Wächter um ein uraltes Mausoleum.

Ava wirft ihren Schattenmantel über sich und schleicht an den Wächtern vorbei. Im Mausoleum spürt sie eine Aura, die allem Leben Feind ist, und sieht das grüne Leuchten der Kreatur. Doch um dorthin zu kommen, muss die Gang vorbei an den Wächtern, die sich aus den Gräbern erhoben haben …

Der Versuch, zu schleichen, endet schon bald, da der Untergrund voller unsichtbarer Schildkröten ist. Also bleibt nur Gewalt. Hotshot feuert ihre Pistolen, Bantam wirft sich mit seinem Hammer in die Masse der Feinde, Watcher improvisiert mit einem Seil eine Falle, was Neko ausnutzt um Brandbomben zu werfen! Mit einem Mal ist die Dunkelheit von lodernden Flammen erhellt, als brennende Zombies auf sie zu wanken!

Doch die Dirty Paws lassen sich von derartigen Kleinigkeiten nicht vom Pfade abbringen. Mit Pistolen, Hämmern, Dolchen und Granaten werden die Untoten zurück in die ewige Ruhe gesandt. Doch Watcher will mehr als nur den Sieg: Er versucht, einen Zombie in eines der Gräber zu locken, um an ihm herumexperimentieren zu können. Eine gute Idee, doch die Erde gibt unter seinen Füßen nach, so dass er mitsamt Untotem ins Grab stürzt!

Zum Glück ist Ava zur Stelle, um zu helfen. Sie reicht ihm die Hand – und kippt vorne über hinterher! Die anderen eilen zur Hilfe und stürzen einer nach der anderen ins Grab, bis nur noch Neko über dem Getümmel aus lebendigen und untoten Gliedmaßen steht. Erst mit vereinten Kräften gelingt es, aus dem Grab zu entkommen. Dann spritzen sie dem Zombie die grüne Substanz. Und sehen mit Schrecken, wie er sich verändert, wächst, seltsame Ausbeulungen bildet – bis sie ihn ausschalten bevor es noch schlimmer kommen kann.

Rache!

Ohne einen Moment des Verschnaufens hasten sie weiter, denn ihr Feind scheint im Mausoleum zu warten. Dort finden sie die Kreatur vom Luftschiff in all ihrer unheiligen Pracht. Und erkennen, dass sie von der Energie des Untodes beseelt ist! Doch bevor Watcher angreifen kann, starten die Dirty Paws ein Parlay – man weiß ja nie! Das Wesen spricht mit vielen Stimmen als wäre es ein Amalgam von Geistern. Es will Rache an den Medarda, die seinen / ihren Tod zu verschulden haben, irgendwo auf den Schatteninseln. Doch da hat Watcher genug gehört und schießt.

Schnell wird es zu einem wilden Getümmel, denn die Kreatur bewegt sich nicht nur übernatürlich schnell, sondern kann auch ihre Form verändern. Zum Glück sind die neuen Hextech-Waffen äußert effektiv gegen ihre untote Substanz. Und so gelingt es der Gang, sie erst zurückzutreiben, und schließlich unter Bantams mächtigen Hammerschlägen zu besiegen! Ein unirdisches Heulen ertönt, und das Wesen wird von seltsamen Winden fortgerissen, hoch in die Luft und nach Osten – den Schatteninseln entgegen.

Wieder einmal sind die Dirty Paws erfolgreich und haben einen Auftrag bravurös erfüllt. Sogar Watcher muss grummelnd zugegeben, dass sie nach einigen Startschwierigkeiten recht effektiv waren. Seine letzten Einträge im Notizbuch sind recht verträglich …


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Die Dirty Paws

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