Categories: Deutsch, Patreon, RPG

by Franigo

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Roll20 Startseite

In den letzten Jahren hat RPGs online spielen immer weiter zugenommen, und durch die Pandemie 2020 wohl einen Höhepunkt erreicht. Ganz grundsätzlich benötigt man nur einen Kommunikationsweg, um gemeinsam zu spielen. Früher ging das per eMail oder in Foren, dank der Verbreitung von Voice- und Videochat auch ganz unmittelbar. Doch viele Spielleiter*innen und Spieler*innen wollten mehr, und so entstanden eine Reihe von Virtual Table Tops (VTT), also virtuellen Spieltischen. Einer davon ist Roll20, eine Browser-basierte Lösung, die es seit 2012 gibt. Ich selbst bin seit 2014 dabei, habe seitdem einige tausend Spielstunden angesammelt und kenne mich dementsprechend recht gut aus. Dieser Artikel wird eine kleine Einführung für Neulinge bieten. In späteren Artikeln werde ich genauer auf einzelne Themen eingehen und sie beleuchten.

Ein virtueller Tisch wie Roll20 will den Service bieten, den tatsächlichen Tisch zu ersetzen. Dabei geht es um Darstellungsflächen, Charakterbögen und Würfel, aber es geht im besten Fall weit darüber hinaus. Für Roll20 benötigt man einen Account, der in der Basisform kostenlos ist. Es gibt Stand Dezember 2021 zwei Stufen des Bezahlens, Plus und Pro, die jeweils mehr Leistungen bieten. Reine Spieler kommen mit kostenlosen Accounts aus, wenn man als Spielleiter*in ein wenig auftrumpfen möchte, lohnt sich mindestens eine Plus-Mitgliedschaft für $49,99 im Jahr; ich selbst bin Pro-Mitglied für $99,99 im Jahr.

Dadurch bekommt man nicht nur mehr Speicherplatz für eigene Grafiken, sondern auch Features wie Dynamic Lighting (Licht auf Karten) und API-Skripte, mit denen man sich und seinen Spieler*innen das Leben sehr viel angenehmer gestalten kann.

Digitale Bücher

Inzwischen gibt es auch viele RPG-Verlage, die ihre Spiele, Module und sonstigen Bücher für VTTs umsetzen. Das reduziert den eigenen Aufwand ungemein, da man nicht mehr umständlich händisch Dinge hinzufügen muss, sondern direkt aus den Regeln kopieren kann, beziehungsweise bei Abenteuern die Karten, NSCs und sonstigen Inhalte bereits angelegt sind. Eine kleine Anekdote dazu: Ich musste zwei Runden Dungeons & Dragons 5. Edition einstellen, da mir der Vorbereitungsaufwand zu hoch wurde; seit ich alle D&D5-Bücher auf Roll20 besitze, leite ich zwei bis drei Runden ohne Probleme und spiele in einer weiteren mit. Ein Blick, ob das favorisierte System angeboten wird, lohnt sich also definitiv.

Grundsätzlich gilt aber, dass man fast alles, was man mit Geld kaufen könnte, auch mit eigener Zeit wettmachen kann. Man sollte nur bedenken, dass zu dem üblichen Zeit- und Energieaufwand des Leitens noch die Logistik des VTT hinzukommt.

Ein Blick auf das Bild zum Beitrag zeigt einen Schnappschuss meiner Roll20-Startseite, mit Kampagnen, die nach dem nächsten Spieltermin sortiert sind. In der Navigationsleiste kann man auf die Startseite zurückkehren, die Unterseite für die eigenen Games ansehen, den Marketplace durchstöbern, Tools wie Kompendien oder gespeicherte Charaktere ansehen, oder auf die große und hilfreiche Community zurückgreifen (Stand März 2021: 8+ Millionen Accounts).

Kampagnen erstellen

Wir sehen uns heute die Kampagnen selbst an. Mit Create New Game erstellt man eine solche. Und muss die ersten Entscheidungen treffen: Wie soll die Kampagne heißen? Keine Sorge, das kann später noch geändert werden. Zudem kann man optional einen Charakterbogen zu einem Regelsystem aussuchen. Es gibt eine Reihe von Bögen, die von Roll20 selbst, oder von RPG-Verlagen erstellt und verwaltet werden, die haben generell eine gute bis exzellente Qualität. Viele Bögen werden von Fans programmiert und gewartet, da hängt die Qualität vom Können dieser Personen ab. Ist man selbst fit, kann man sogar eigene Bögen programmieren. Den Bogen kann man später auch noch ändern, allerdings setzen viele Bögen im Hintergrund Variablen, und da kann es zu Problemen kommen, deshalb ist es generell besser, wenn man hier bereits die richtige Wahl trifft.

Besitzt man Abenteuer oder Module, kann man die rechts zu der Kampagne hinzufügen. Es gibt derlei zwei: Modules, die man nur beim Erschaffen der Kampagne hinzufügen kann, sowie AddOns, die man später noch hinzufügen kann.

Hat man die Entscheidungen getroffen, wird die die Kampagne mit einem Klick auf den Button kreiert, und man gelangt auf die Startseite der Kampagne. Dort kann man eine Beschreibung und gegebenenfalls ein Coverbild hinzufügen, den nächsten Termin einstellen, AddOns hinzufügen, sowie Spieler*innen einladen. Die fortgeschritteneren Einstellungen sehen wir uns in den nächsten Artikeln an, jetzt können wir Launch Game klicken.

Roll20 Kampagne

So könnte eine frisch erstellte Kampagne aussehen

Damit kommen wir in das Herzstück, nämlich in die Kampagne selbst. Es dauert etwas, bis alles geladen ist, aber dann ist man auf dem VTT.

Weiter geht es in Teil 2: Die Kampagne

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